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Pflicht ist das eine, Beweiswert das andere.
Eine pauschale Aussage, privat genutzte Sportboote müssten grundsätzlich keinerlei Aufzeichnungen führen, greift zu kurz. Das Schiffssicherheitsgesetz verlangt vom Schiffsführer Aufzeichnungen über Vorkommnisse an Bord, die für die Sicherheit in der Seefahrt, den Umweltschutz oder den Arbeitsschutz von besonderer Bedeutung sind.
Das ist nicht automatisch dasselbe wie ein fortlaufendes klassisches Logbuch mit täglichen Kurs-, Wetter- und Positionsangaben. Welche zusätzlichen Pflichten gelten, hängt vom konkreten Fahrzeug, seiner Nutzung und dem Fahrtgebiet ab.
Unabhängig davon kann ein sorgfältig geführtes Logbuch ein wichtiges Beweismittel sein – etwa nach einer Havarie, gegenüber einer Versicherung oder bei einem Charterschaden. Für den SKS-Meilennachweis schafft es außerdem eine nachvollziehbare Datengrundlage.
Primärquelle§ 6 Abs. 3 Schiffssicherheitsgesetz
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Was sinnvollerweise hineingehört.
Unabhängig von der rechtlichen Einordnung hat sich ein Kern bewährt:
- Position, Kurs und Geschwindigkeit in regelmäßigen Abständen
- Wetter: Wind, Sicht, Seegang, Luftdruck
- Crew an Bord und Wachwechsel
- besondere Vorkommnisse – Manöver, Schäden, Begegnungen, Motorstunden
- Hafen- und Ankerplatzwechsel mit Uhrzeit
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Papier oder App.
Ein handschriftliches Logbuch hat den Vorteil, dass es ohne Strom funktioniert. Eine App hat den Vorteil, dass Position, Kurs und Distanz automatisch mitlaufen und nicht vergessen werden – gerade dann, wenn an Bord viel los ist.
Keelwake speichert alles zunächst auf dem Gerät. Ein Konto ist optional und wird nur gebraucht, wenn du zwischen mehreren Geräten abgleichen willst.
FAQ
Häufige Fragen
Muss ich als Sportbootfahrer ein Logbuch führen?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Für sicherheitsrelevante Vorkommnisse sieht § 6 Abs. 3 Schiffssicherheitsgesetz eine Aufzeichnungspflicht vor; weitere Anforderungen hängen von Boot, Nutzung und Fahrtgebiet ab.
Wie lange sollte ich ein Logbuch aufbewahren?
Solange es als Nachweis dienen kann – für den Meilennachweis bis zur bestandenen Prüfung, im Schadensfall bis zur endgültigen Klärung.
Zählt ein digitales Logbuch genauso?
Für einen SKS-Meilennachweis sind vor allem nachvollziehbare Angaben und die erforderliche Bestätigung wichtig. Ob ein digitales System für andere gesetzliche Dokumentationspflichten genügt, muss getrennt anhand der jeweils geltenden Vorschriften geprüft werden.
